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Montage und Einstellung des H.P.W.® Verteilers Schritt für Schritt

Praxisanleitung von der Platzierung des Schranks über den Anschluss des Rohrs PEX-AL-PEX 16 × 2, das Füllen und die Druckprüfung bis zum hydraulischen Abgleich mit Durchflussmessern 0–5 l/min und zur Regelung der Raumtemperatur.

updateAktualisiert: verifiedFachlich geprüft von den Technikern der ATRIA SK s.r.o.

handymanSchnellmontage auf HalterungenlinkKlemmverschraubungen 16 × 2 EKcompressPrüfdruck max. 10 barspeedAbgleich 0–5 l/min
menu_bookAnleitung

Für wen die Anleitung gedacht ist und was Sie brauchen

Diese Anleitung haben wir für Hausbesitzer erstellt, die ihre Fußbodenheizung in Eigenleistung montieren oder die Arbeit ihres Installationsbetriebs verstehen möchten, und für Installateure, die zum ersten Mal mit H.P.W.® Verteilern arbeiten. Das Vorgehen gilt für alle Größen von 2 bis 12 Heizkreisen – sie unterscheiden sich nur in der Länge, Ausstattung und Montageweise sind gleich.

Der Verteiler wird mit Absperrventilen, Regulierverschraubung mit Durchflussmessern, automatischem Entlüfter und Entleerungsventil geliefert. Legen Sie sich vor der Montage außerdem Klemmverschraubungen für das Rohr (zwei Stück pro Heizkreis), Kugelhähne 1" mit Thermometer (rot für den Vorlauf, blau für den Rücklauf) und einen Verteilerschrank passender Größe bereit. Die Wahl des Schranks nach Anzahl der Heizkreise erklärt die Seite Verteilerschränke.

Werkzeug und Hilfsmittel

  • Rohrschneider für Mehrschichtverbundrohr (Scheren- oder Rollenschneider), ggf. ein Kalibrierwerkzeug zum Rundformen und Anfasen des Rohrendes,
  • Gabelschlüssel oder verstellbare Schlüssel passender Größe, idealerweise ein Drehmomentschlüssel,
  • Bohrmaschine, Dübel und Schrauben zur Befestigung von Schrank und Halterungen, Wasserwaage,
  • Druckprüfpumpe mit Manometer,
  • Füll- und Ablaufschlauch, Eimer, Lappen,
  • Filzstift oder Etiketten zur Kennzeichnung der Heizkreise.
Die Montage von Verteiler und Zubehör schafft ein geübter Heimwerker. Den Anschluss an eine funktionierende Heizungsanlage, die Einstellung der Wärmequelle und den elektrischen Anschluss von Pumpe oder Thermostaten sollten Sie jedoch von einer Fachkraft ausführen oder zumindest prüfen lassen.
format_list_numberedKurzanleitung

Montage des Verteilers in 9 Schritten

1. Platzierung

Wählen Sie einen Ort möglichst nah an der Mitte der beheizten Fläche des Geschosses, gut zugänglich und mit genug Platz für den Schrank.

2. Schrank und Halterungen

Setzen Sie den Schrank (in die Wand oder auf die Wand), stellen Sie Höhe und Tiefe passend zum Fußboden ein und hängen Sie den Verteiler in die Halterungen.

3. Kugelhähne

Schrauben Sie die Kugelhähne 1" an – rot an den Vorlauf (oberer Balken), blau an den Rücklauf (unterer Balken).

4. Vor- und Rücklauf

Schließen Sie die Leitungen von der Wärmequelle oder der Mischergruppe an. Bei höherer Temperatur der Wärmequelle denken Sie an den Mischer und das Sicherheitsthermostat.

5. Heizkreise

Schließen Sie das Rohr jedes Heizkreises mit einer EK-Klemmverschraubung an – den Anfang der Schleife an den Vorlauf, das Ende an den Rücklauf unter derselben Kreisnummer.

6. Füllen und Spülen

Füllen Sie die Anlage und spülen Sie Kreis für Kreis, bis aus dem Ablaufschlauch Wasser ohne Blasen kommt.

7. Druckprüfung

Bringen Sie die Anlage auf den Druck laut Planung – nie über den max. Prüfdruck des Verteilers von 10 bar – und prüfen Sie alle Verbindungen auf Dichtheit.

8. Abgleich

Stellen Sie mit den Durchflussmessern den Durchfluss jedes Kreises nach seiner Länge und seinem Wärmebedarf ein und arretieren Sie dann die Einstellung.

9. Regelung

Setzen Sie Thermostatköpfe oder Stellantriebe auf den Rücklauf, stellen Sie die Pumpe ein und tragen Sie die Werte ins Protokoll ein.

placeSchritt 1 und 2

Platzierung des Verteilers und Montage des Schranks

Die Lage des Verteilers beeinflusst die gesamte Planung der Fußbodenheizung. Je näher er an der Mitte der beheizten Fläche liegt, desto kürzer sind die Zuleitungen zu den einzelnen Räumen. Die Zuleitungen verlaufen meist durch den Flur, und ein dichtes Rohrbündel kann ihn unnötig überheizen – auch deshalb ist eine zentrale Lage günstiger als eine Ecke des Hauses. In mehrgeschossigen Häusern wird üblicherweise für jedes Geschoss ein eigener Verteiler geplant.

Worauf Sie bei der Wahl des Ortes achten sollten

  • Zugänglichkeit – zum Verteiler kehren Sie beim Abgleich, beim Entlüften und beim Austausch von Stellantrieben zurück. Verstellen Sie ihn nicht mit Möbeln und verfliesen Sie ihn nicht ohne Revisionstür.
  • Höhe – setzen Sie den Verteiler so, dass das Rohr vom Balken in einem gleichmäßigen Bogen in den Boden geführt werden kann und unter dem unteren Balken genug Platz für Verschraubungen und Schlüssel bleibt.
  • Wand – ein Unterputzschrank braucht eine ausreichend dicke Wand; bei dünnen Trennwänden oder bei Sanierungen ist ein Aufputzschrank praktischer.
  • Strom – wenn Sie Stellantriebe und Raumthermostate planen, sehen Sie in der Nähe des Schranks eine Steckdose oder eine Zuleitung für die Anschlussleiste vor.

Schrank und Einhängen des Verteilers

Verteilerschränke werden in die Wand eingelassen (Unterputz) oder auf die Wand montiert (Aufputz). Bei jedem Typ lassen sich Höhe und Tiefe passend zum Fußboden einstellen – die H.P.W. Unterputzschränke haben eine einstellbare Höhe von etwa 575–665 mm und eine Tiefe von 110–175 mm (bei einigen Typen 120–186 mm). Setzen Sie den Schrank waagerecht und richten Sie seine Unterkante auf die geplante Höhe des fertigen Fußbodens aus.

Der H.P.W. Verteiler sitzt auf einer Aluminium-Halterung. Dank Schnellmontage-Technik hängen Sie ihn im Schrank einfach in die Halterungen ein und ziehen die Schrauben an. Die Konstruktion der neuen Verteilergeneration wurde genau darauf optimiert, die Montage im Schrank für Heizungsbauer so einfach wie möglich zu machen. Prüfen Sie vor dem endgültigen Anziehen, ob die Balken waagerecht sind.

Vergleichen Sie noch vor dem Kauf des Schranks seine Breite mit der Länge des Verteilers mit Kugelhähnen (230 mm bei 2 Heizkreisen bis 735 mm bei 12 Heizkreisen) und planen Sie eine Reserve für den Rohranschluss und das Arbeiten mit dem Schlüssel ein. Empfohlene Kombinationen enthält die Tabelle auf der Seite Zubehör.
plumbingSchritt 3 und 4

Anschluss von Vor- und Rücklauf

Der H.P.W. Verteiler hat Vor- und Rücklaufanschlüsse 1". Der obere Balken mit den Durchflussmessern ist der Vorlauf (warmes Wasser von der Wärmequelle), der untere Balken mit den Thermostatventilen ist der Rücklauf. Zwischen den Verteiler und die Leitungen von der Wärmequelle empfehlen wir immer ein Paar Kugelhähne – damit lässt sich der gesamte Verteiler mit einer Vierteldrehung absperren, etwa beim Austausch eines Stellantriebs oder bei einer Reparatur, ohne die ganze Anlage zu entleeren.

Kugelhähne – gerade oder Eckausführung

Die H.P.W. Kugelhähne werden mit einer 1"-Überwurfverschraubung an das Ende des Verteilers geschraubt. Sie haben ein eingebautes Thermometer 0–80 °C, sodass Sie Vor- und Rücklauftemperatur direkt am Verteiler sehen. Der farbige Flügelgriff erleichtert die Orientierung: rot gehört an den Vorlauf, blau an den Rücklauf.

  • Gerader Kugelhahn (ROZDZ.ZAW.CZ / ROZDZ.ZAW.N) – die Leitung von der Wärmequelle setzt sich in der Achse des Verteilers fort; geeignet, wenn die Zuleitung seitlich ankommt.
  • Eck-Kugelhahn (ROZDZ.ZAW.K.CZ / ROZDZ.ZAW.K.N) – dreht den Anschluss um 90°; praktisch, wenn das Rohr von unten (aus dem Boden) oder von oben kommt und im Schrank kein Platz für einen Bogen ist.

Gewindeverbindungen ohne Flachdichtung dichten Sie wie üblich ab – mit PTFE-Band oder Hanf mit Dichtpaste. Bei Verbindungen mit Flachdichtung lassen Sie die Dichtung nicht weg und achten Sie darauf, dass sie sauber und richtig eingelegt ist.

Vorlauftemperatur

Eine Fußbodenheizung arbeitet mit niedriger Wassertemperatur. Liefert die Wärmequelle Wasser mit einer für Heizkörper geeigneten Temperatur (zum Beispiel ein Festbrennstoffkessel oder eine ältere Heizkörperanlage), dürfen Sie sie nicht direkt an den Verteiler der Fußbodenheizung anschließen. Zwischen Wärmequelle und Verteiler gehören ein Mischer (Mischventil mit Pumpe) und ein Sicherheits-Anlegethermostat, das bei Überschreiten der eingestellten Temperatur die Pumpe des Fußbodenheizkreises abschaltet. Die max. zulässige Betriebstemperatur des Verteilers beträgt zwar +80 °C, entscheidend sind aber Estrich und Bodenbelag – Einzelheiten finden Sie im Abschnitt zu Mischer und Sicherheitsthermostat weiter unten.

Niedertemperatur-Wärmequellen wie eine Wärmepumpe oder ein Brennwertkessel mit witterungsgeführter Regelung werden oft direkt an die Fußbodenheizung angeschlossen – die Wassertemperatur regelt dann die Regelung der Wärmequelle. Auch hier lohnt sich jedoch ein Sicherheitsthermostat als Schutz vor Fehleinstellungen.

linkSchritt 5

Rohr und Klemmverschraubungen für den Anschluss der Heizkreise

Für H.P.W. Verteiler empfehlen wir das Mehrschichtverbundrohr PEX-AL-PEX 16 × 2 und Klemmverschraubungen mit EK-Anschluss (Eurokonus). Pro Heizkreis brauchen Sie zwei Verschraubungen.

buildSchritt 5

So schließen Sie PEX-AL-PEX 16 × 2 richtig mit EK-Klemmverschraubung an

Die Kreisabgänge am H.P.W. Verteiler haben einen EK-Anschluss (Eurokonus). Die Klemmverschraubung besteht aus Überwurfmutter, Klemmring und Stützhülse mit O-Ring aus EPDM. Beim Anziehen der Mutter wird der innere Ring zusammengedrückt und hält das Rohr fest. Die Verbindung ist lösbar – zur Demontage schrauben Sie die Verschraubung einfach ab und ziehen das Rohr heraus.

Montage der Verschraubung

  1. Rohr rechtwinklig ablängen – mit einem Rohrschneider für Verbundrohre. Verwenden Sie keine Säge – sie hinterlässt Grate und verformt den Querschnitt.
  2. Rohrende kalibrieren und anfasen – mit dem Kalibrierwerkzeug, damit der Querschnitt rund ist und die Kante den O-Ring beim Aufschieben nicht beschädigt.
  3. Mutter und Klemmring aufschieben – in der richtigen Reihenfolge und Richtung, die Mutter mit dem Gewinde zum Verteilerabgang.
  4. Sauberkeit und O-Ring prüfen – alles muss sauber sein, der Dichtring darf nicht beschädigt sein.
  5. Rohr bis zum Anschlag auf die Stützhülse schieben. Den O-Ring bei Bedarf leicht befeuchten – ausschließlich mit Gleitmittel auf Silikonbasis. Gummiteile aus EPDM dürfen keinesfalls mit Mineralölen geschmiert werden.
  6. Mutter von Hand auf den EK-Abgang schrauben und anschließend mit einem passenden Schlüssel festziehen. Das Anzugsdrehmoment für die Verschraubung ALPEX 16 × 2 ALU-EK (500684) beträgt 25–35 Nm, für die Verschraubung RCS16 30–40 Nm.
  7. Heizkreis kennzeichnen – Kreisnummer und Raum auf Rohr und Verteiler notieren.

Regeln, die sich lohnen

  • Anfang und Ende derselben Schleife gehören an Vor- und Rücklauf unter derselben Kreisnummer. Eine Verwechslung ist einer der häufigsten Fehler – der Kreis lässt sich dann nicht richtig regeln.
  • Die Verschraubung muss genau zum Rohr passen – eine Verschraubung 16 × 2 nur für Rohr 16 × 2 mm.
  • PEX-AL-PEX-Rohr behält nach dem Biegen seine Form dank der Aluminiumschicht und federt nicht zurück. Formen Sie die Bögen unter dem Verteiler gleichmäßig, ohne Knicke, und spannen Sie das Rohr nicht – die Verbindung darf nicht auf Zug belastet werden.
  • Zuleitungen an Stellen, die nicht beheizt werden sollen (etwa dicht nebeneinander im Flur), verlegen Sie am besten im Schutzrohr oder gedämmt, damit sie den Flur nicht überheizen.

Das Rohr wird auf der Fußbodendämmung mit Rohrhaltern oder mit Tackernadeln auf einer Systemplatte mit Raster befestigt. Zubehör für die Verlegung finden Sie auf der Seite Rohr, Verschraubungen und Systemplatte.

waterSchritt 6

Füllen, Spülen und Entlüften

Luft ist die häufigste Ursache dafür, dass ein Kreis der Fußbodenheizung nicht warm wird. Das Rohr im Boden ist lang und waagerecht verlegt, Luft entweicht daraus nicht von selbst – sie muss mit einem Wasserstrom aus den Kreisen gedrückt werden. Deshalb wird eine Fußbodenheizung nicht nur über die Wärmequelle befüllt, sondern Kreis für Kreis gespült.

Spülvorgang

  1. Schließen Sie die Kugelhähne, damit das Spülwasser nicht in die Wärmequelle gelangt.
  2. Schließen Sie auf der Vorlaufseite einen Füllschlauch an (von der Wasserleitung oder einer Füllpumpe) und auf der Rücklaufseite einen Ablaufschlauch, der in einen Eimer oder Abfluss führt – an die Entleerungsventile des Verteilers oder an Füll- und Entleerungshähne in der Zuleitung.
  3. Schließen Sie mit den Absperrventilen alle Kreise außer dem ersten.
  4. Lassen Sie Wasser laufen, bis aus dem Ablaufschlauch ein gleichmäßiger Strahl ohne Blasen kommt. Bei einem langen Kreis dauert das länger – der Wasserinhalt des Rohrs 16 × 2 beträgt 0,113 l pro Meter, ein Kreis mit 100 m Rohr enthält also etwa 11,3 Liter Wasser.
  5. Schließen Sie den ersten Kreis, öffnen Sie den zweiten und wiederholen Sie den Vorgang, bis alle Kreise gespült sind.
  6. Öffnen Sie zum Schluss alle Kreise und die Kugelhähne, füllen Sie die Anlage auf Betriebsdruck auf und lassen Sie den automatischen Entlüfter arbeiten.

Der automatische Entlüfter am H.P.W. Verteiler führt anschließend laufend die Luft ab, die sich in den ersten Tagen und Wochen des Betriebs beim Erwärmen aus dem Wasser löst. Prüfen Sie nach einigen Heiztagen den Anlagendruck und füllen Sie bei Bedarf Wasser nach. Hat Ihre Einheit einen manuellen Entlüfter, entlüften Sie von Hand – am besten bei stehender Pumpe, wenn sich die Luft im oberen Teil des Balkens sammelt.

H.P.W. Verteiler arbeiten mit Heizwasser, Kühlwasser und Wassergemischen mit handelsüblichem Korrosions- und Frostschutzzusatz. Wenn Sie einen Zusatz für das Heizwasser verwenden, beachten Sie die Hinweise seines Herstellers und die Angaben des Herstellers der Wärmequelle.
compressSchritt 7

Druckprüfung vor dem Einbringen des Estrichs

Die Druckprüfung ist die letzte Gelegenheit, eine Undichtigkeit zu finden, bevor das Rohr unter dem Estrich verschwindet. Sie erfolgt nach dem Füllen und Entlüften, immer vor dem Einbringen des Estrichs. Höhe des Prüfdrucks und Dauer der Prüfung legt die Planung oder der Installationsbetrieb fest – für den H.P.W. Verteiler gilt jedoch eine feste Obergrenze: Der max. Prüfdruck beträgt 10 bar. Der max. zulässige Betriebsdruck des Verteilers beträgt 6 bar.

Vorgehen

  1. Prüfen Sie, ob alle Verschraubungen angezogen, die Kreise geöffnet und die Anlage entlüftet ist.
  2. Sind Kugelhähne montiert, trennen Sie die Wärmequelle und weitere Geräte mit niedrigerem zulässigem Druck durch Schließen der Kugelhähne ab, damit sie nicht mit dem Prüfdruck belastet werden.
  3. Schließen Sie die Druckprüfpumpe mit Manometer an und erhöhen Sie den Druck schrittweise auf den in der Planung festgelegten Wert – nie über 10 bar.
  4. Kontrollieren Sie während der Prüfung jede Verbindung mit Auge und Hand – die Verschraubungen am Verteiler, die Kugelhähne und eventuelle Kupplungen in den Zuleitungen.
  5. Beobachten Sie das Manometer. Ein kleiner Druckabfall zu Beginn ist bei Kunststoffrohren normal (das Rohr dehnt sich leicht, die Wassertemperatur ändert sich), ein dauerhaft sinkender Druck ohne erkennbaren Grund weist jedoch auf eine Undichtigkeit hin.
  6. Halten Sie das Ergebnis im Protokoll fest: Datum, Prüfdruck, Prüfdauer, Enddruck und Unterschrift.

Es wird empfohlen, das Rohr während des Estricheinbaus unter Druck zu halten. Eine Beschädigung des Rohrs beim Begehen oder bei den Estricharbeiten zeigt sich so sofort durch einen Druckabfall und kann noch vor dem Aushärten behoben werden.

Erstes Aufheizen

Nach dem Einbringen darf der Estrich nicht sofort aufgeheizt werden. Beginnen Sie mit dem ersten Heizen erst nach Ablauf der vom Estrichhersteller vorgeschriebenen Zeit und erhöhen Sie die Wassertemperatur schrittweise. Das genaue Aufheizprogramm (Anfangstemperatur, Steigerungstempo, Haltedauer) legt der Hersteller von Estrich und Bodenbelag fest.

speedSchritt 8

Hydraulischer Abgleich mit Durchflussmessern 0–5 l/min

Die Heizkreise in einem Haus unterscheiden sich in Länge und Wärmebedarf. Wasser sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands, ohne Abgleich würden also kurze Kreise zu viel Wasser und lange zu wenig bekommen. Die Folge sind überhitzte und kalte Stellen, eine unnötig hohe Wassertemperatur und ein höherer Energieverbrauch. Die Durchflussmesser am H.P.W. Verteiler messen im Bereich 0–5 l/min mit einer Genauigkeit von ±10 %, sind doppelt regulierbar und die Einstellung lässt sich arretieren.

Wenn Sie eine Planung haben

Die Planung der Fußbodenheizung enthält für jeden Kreis den erforderlichen Durchfluss in l/min (oder in kg/h – 60 kg/h entsprechen etwa 1 l/min). Diese Werte stellen Sie einfach an den Durchflussmessern ein. Das ist die genaueste Methode, weil der Planer die Wärmeverluste jedes Raums kennt.

Ohne Planung – Berechnung aus dem Wärmebedarf

Den erforderlichen Durchfluss eines Kreises können Sie mit folgender Beziehung abschätzen:

Durchfluss [l/min] = Kreisleistung [W] / (69,8 × ΔT [K])

wobei ΔT die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf ist. Bei Fußbodenheizungen werden üblicherweise 5 bis 10 K geplant. Beispiel: Ein Kreis im Wohnzimmer soll 900 W bei ΔT = 5 K abgeben, der Durchfluss beträgt also 900 / (69,8 × 5) ≈ 2,6 l/min. Die Zahl 69,8 ergibt sich aus der Wärmekapazität von Wasser – ein Liter pro Minute überträgt 69,8 W je Kelvin Temperaturdifferenz.

Wenn auch der Wärmebedarf unbekannt ist – Verhältnismethode nach Länge

Sind alle Kreise mit ähnlichem Verlegeabstand verlegt und haben die Räume ähnliche Wärmeverluste pro m², lässt sich eine einfache Verhältnismethode anwenden. Die Leistung eines Kreises ist ungefähr proportional zur belegten Fläche und damit auch zur Rohrlänge. Für den längsten (anspruchsvollsten) Kreis wird der Durchfluss nach der obigen Formel bestimmt, den übrigen Kreisen wird ein Durchfluss im Verhältnis ihrer Länge zum längsten Kreis eingestellt. Ein anschauliches Beispiel zeigt die Tabelle unten.

table_chartBeispiel

Abgleichbeispiel – Kreislänge und Einstellung des Durchflussmessers

Beispielrechnung nach der Verhältnismethode für einen Verteiler mit 6 Heizkreisen. Dem längsten Kreis (95 m) geben wir 2,5 l/min, die übrigen Kreise stellen wir im Verhältnis ihrer Länge ein.

KreisRaumKreislänge inkl. ZuleitungVerhältnis zum längsten KreisEinstellung Durchflussmesser
1Wohnzimmer – Kreis A95 m1,002,5 l/min (voll geöffnet)
2Wohnzimmer – Kreis B90 m0,952,4 l/min
3Schlafzimmer80 m0,842,1 l/min
4Kinderzimmer70 m0,741,8 l/min
5Bad50 m0,531,3 l/min
6Flur40 m0,421,1 l/min
Summe425 m11,2 l/min (≈ 0,67 m³/h)

Die Werte dienen nur zur Veranschaulichung – sie erklären die Methode und sind keine Einstellung für ein konkretes Haus. Bäder haben oft einen höheren Wärmebedarf pro m² (höhere Solltemperatur); ist das Bad dichter verlegt (Verlegeabstand 10 cm), hat es mehr Rohr pro m², was die Methode teilweise berücksichtigt. Feinjustieren Sie die Einstellung nach einigen Betriebstagen anhand der tatsächlichen Raumtemperaturen.

tuneSchritt 8 im Detail

Abgleich Schritt für Schritt

1. Alles offen

Öffnen Sie die Kugelhähne und alle Kreise. Lassen Sie Thermostatköpfe oder Stellantriebe vorerst ganz geöffnet oder nehmen Sie sie vorübergehend ab.

2. Entlüftete Anlage

Ein Abgleich ist nur in einer entlüfteten Anlage sinnvoll. Luft im Kreis verfälscht die Anzeige des Durchflussmessers und die resultierenden Temperaturen.

3. Pumpe auf mittlere Stufe

Starten Sie die Pumpe, bei einer Dreistufenpumpe beginnen Sie mit der mittleren Stufe. Lassen Sie die Wärmequelle im normalen Betrieb laufen.

4. Längster Kreis offen

Lassen Sie den Kreis mit dem größten Durchflussbedarf ganz offen – er entscheidet, ob die Pumpe ausreicht. Erreicht er selbst voll geöffnet nicht den erforderlichen Durchfluss, erhöhen Sie die Pumpenstufe.

5. Übrige Kreise drosseln

Beginnen Sie mit dem kürzesten Kreis. Stellen Sie durch Drehen des Durchflussmessers den berechneten Durchfluss ein und lesen Sie den Wert an der Skala ab.

6. Zweite Kontrollrunde

Eine Änderung an einem Kreis beeinflusst die Druckverhältnisse in den anderen. Gehen Sie alle Kreise noch einmal durch und korrigieren Sie die Werte – meist genügen zwei bis drei Runden.

7. Pumpe so niedrig wie möglich

Erreichen alle Kreise den erforderlichen Durchfluss mit Reserve, versuchen Sie, die Pumpenstufe zu senken. Das spart Strom und reduziert Strömungsgeräusche.

8. Arretieren und protokollieren

Arretieren Sie die Einstellung der Durchflussmesser und tragen Sie die Werte ins Protokoll oder auf ein Etikett an der Schranktür ein. Bei späteren Kontrollen wissen Sie so sofort, wie die Anlage arbeiten soll.

9. Feinjustierung im Betrieb

Vergleichen Sie nach einigen Heiztagen die Raumtemperaturen. Einem kühleren Raum geben Sie etwas mehr Durchfluss, einem überheizten etwas weniger.

thermostatSchritt 9

Thermostatköpfe und Stellantriebe im Rücklauf

Auf dem unteren Balken des H.P.W. Verteilers sitzen integrierte Thermostatventile (Rücklaufventile) – je eines pro Heizkreis. Thermostatköpfe oder Stellantriebe werden direkt darauf gesetzt. Während der Durchflussmesser bestimmt, wie viel Wasser maximal durch den Kreis fließt, öffnet und schließt das Thermostatventil im Rücklauf den Kreis nach Bedarf – und regelt so die Raumtemperatur.

Drei Stufen der Regelung

  • Ohne Einzelraumregelung – die Kreise sind nur mit den Durchflussmessern abgeglichen, die Temperatur regelt die Wärmequelle (zum Beispiel witterungsgeführt). Am einfachsten, aber ohne die Möglichkeit, in jedem Raum eine andere Temperatur zu haben.
  • Thermostatkopf auf dem Ventil – günstig und wartungsfrei. Der Kopf erfasst die Temperatur am Verteiler, nicht im Raum; es handelt sich daher eher um eine Begrenzung der Wassertemperatur im Kreis als um eine echte Raumregelung.
  • Stellantriebe und Raumthermostate – der Stellantrieb auf dem Ventil wird vom Raumthermostat im jeweiligen Raum angesteuert. Der Kreis schließt, wenn im Raum die Solltemperatur erreicht ist, und öffnet, wenn die Temperatur sinkt. Das ist die komfortabelste und sparsamste Lösung.

Worauf Sie bei Stellantrieben achten sollten

  • Anschluss – prüfen Sie, ob Thermostatkopf oder Stellantrieb zum Ventilanschluss am Verteiler passt. Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie uns vor dem Kauf.
  • Stromlos geschlossen oder stromlos offen – Stellantriebe gibt es in beiden Ausführungen. Wählen Sie den Typ, der zu Ihrer Regelung passt.
  • Pumpe bei geschlossenen Kreisen – schließen alle Kreise gleichzeitig, würde die Pumpe gegen geschlossene Ventile arbeiten. Abhilfe schafft das Abschalten der Pumpe über die Regelung (wenn kein Thermostat Wärme anfordert) oder ein Kreis ohne Stellantrieb, zum Beispiel im Bad.
  • Zonierung mit Augenmaß – eine Fußbodenheizung reagiert träge. Häufige große Temperaturwechsel in den Räumen sind ungünstiger als eine stabile Temperatur mit moderater Absenkung.
device_thermostatWassertemperatur

Mischer, Sicherheitsthermostat und Umwälzpumpe

Eine Fußbodenheizung braucht eine niedrige Wassertemperatur. Versorgt dieselbe Wärmequelle auch Heizkörper oder einen Warmwasserspeicher, oder handelt es sich um einen Festbrennstoffkessel, wird das Wasser für die Fußbodenheizung in einem Mischerkreis aufbereitet: Das Mischventil mischt dem warmen Wasser aus der Wärmequelle kühleres Rücklaufwasser bei, und eine separate Umwälzpumpe fördert es zum Verteiler.

Sicherheits-Anlegethermostat AVANSA TH 2A

Das Anlegethermostat AVANSA TH 2A (312034) wird mit einer Feder direkt am Rohr oder am Verteiler befestigt. Ein Bimetall schaltet bei Erreichen der eingestellten Temperatur den Kontakt um – als Abschaltkontakt verdrahtet, unterbricht es die Phase der Pumpe des Fußbodenheizkreises, wenn das Vorlaufwasser zu warm ist. Der Temperaturbereich beträgt 20–90 °C, die Schaltdifferenz 8–3 °C, die Spannung 230 V und die Schutzart IP 20; montiert wird es an Rohren bis 2" Durchmesser. Stellen Sie die Abschalttemperatur nach Planung und Empfehlungen der Hersteller von Estrich und Bodenbelag ein – bei üblichen Nasssystemen liegt die Sicherheitsgrenze deutlich unter der max. zulässigen Betriebstemperatur des Verteilers (+80 °C). Den elektrischen Anschluss überlassen Sie einer Elektrofachkraft.

Umwälzpumpen AVANSA 25/4/130 und 25/6/130

Für den Mischerkreis der Fußbodenheizung oder für die Umwälzung in der Anlage eignen sich dreistufige Umwälzpumpen AVANSA mit 130 mm Einbaulänge und Anschlussgewinde 6/4". Die Drehzahlstufe wird mit einem Schalter am Klemmenkasten umgeschaltet.

  • AVANSA 25/4/130 – Förderhöhe 4 m, max. Durchfluss 48 l/min, Leistungsaufnahme 72/53/38 W. Für kleinere Anlagen mit weniger und kürzeren Kreisen.
  • AVANSA 25/6/130 – Förderhöhe 6 m, max. Durchfluss 55 l/min, Leistungsaufnahme 93/67/46 W. Für größere Anlagen und längere Kreise.

Die Förderhöhe der Pumpe muss die Druckverluste des Kreises decken – diese hängen von Rohrlänge, Anzahl der Kreise und Widerstand der Armaturen ab. Für ein übliches Einfamilienhaus reicht in der Regel eine Pumpe mit bis zu 6 m Förderhöhe. Stellen Sie beim Abgleich die niedrigste Stufe ein, bei der auch der anspruchsvollste Kreis den erforderlichen Durchfluss erreicht. Mehr über Pumpen und Thermostate von AVANSA finden Sie auf avansa-europe.com.

Heizkörper in derselben Anlage

Versorgt der H.P.W. Verteiler Heizkörper (Verteileranbindung) oder haben Sie im Haus neben der Fußbodenheizung auch Heizkörper, eignet sich für Heizkörper mit seitlichem Anschluss das Thermostatset AVANSA TH6 – ein Thermostatventil DN15 in Eckausführung 1/2" mit Flüssigkeits-Thermostatkopf nach EN 215. Die Skala des Kopfes entspricht Temperaturen von 6 °C (*) über 20 °C (Stufe 3) bis 28 °C (Stufe 5). Für Heizkörper mit Anschluss unten ist das Regulierset HPW Set2 bestimmt, das Sie beim Zubehör finden.

settings_input_componentRegelung

Regelung und Pumpen für den Verteiler

Sicherheitsthermostat, Thermostatset für Heizkörper und Umwälzpumpen für den Mischerkreis der Fußbodenheizung.

warningHäufige Fehler

Die häufigsten Fehler bei Montage und Einstellung des Verteilers

FehlerFolgeSo vermeiden Sie ihn
Anfang und Ende eines Kreises vertauschtDer Kreis lässt sich nicht richtig regeln, das Thermostatventil arbeitet auf der falschen SeiteRohrenden schon beim Verlegen kennzeichnen und unter derselben Kreisnummer anschließen
Kreise nicht einzeln gespültLuftblasen, Gluckern, der Kreis wird nicht warmKreis für Kreis spülen, bis Wasser ohne Blasen austritt
Rohr mit der Säge geschnitten, Kante nicht kalibriertBeschädigter O-Ring, undichte VerschraubungRohrschneider für Verbundrohr und Kalibrierwerkzeug verwenden, O-Ring prüfen
EPDM-Dichtung mit Mineralöl geschmiertBeschädigte Dichtung und schleichende UndichtigkeitAusschließlich Gleitmittel auf Silikonbasis verwenden
Verschraubung zu locker oder zu fest angezogenUndichtigkeit oder beschädigte VerbindungAnzugsdrehmoment einhalten: 25–35 Nm (500684), 30–40 Nm (RCS16)
Druckprüfung über 10 barGefahr der Beschädigung von Verteiler und ArmaturenPrüfdruck laut Planung, nie über den max. Prüfdruck von 10 bar
Fußbodenheizung direkt an eine Hochtemperatur-Wärmequelle angeschlossenÜberhitzung von Estrich und BodenbelagMischerkreis und Sicherheits-Anlegethermostat im Vorlauf
Kreise nicht abgeglichenKurze Kreise überheizt, lange kalt, höhere WassertemperaturDurchflussmesser nach Planung oder mit der Verhältnismethode einstellen
Zu lange KreiseZu geringer Durchfluss selbst bei voll geöffnetem DurchflussmesserKreise bis etwa 80–100 m einschließlich Zuleitung planen
Schrank ohne ReserveVerschraubung lässt sich nicht anziehen, Kugelhähne passen nicht hineinLänge des Verteilers mit Kugelhähnen mit der Schrankbreite vergleichen
Estrich ohne Druck im Rohr eingebrachtEin Rohrschaden zeigt sich erst nach dem Aushärten des EstrichsRohr während des Estricheinbaus unter Druck halten
event_repeatBetrieb

Inbetriebnahme und regelmäßige Kontrolle

Nach dem Abgleich und der ersten Heizperiode sollte die Anlage ohne Eingriffe laufen. Trotzdem lohnt es sich, dem Verteiler einmal im Jahr, am besten zu Beginn der Heizsaison, ein paar Minuten zu widmen.

  • Anlagendruck – prüfen Sie das Manometer an der Wärmequelle. Sinkt der Druck dauerhaft, suchen Sie nach einer Undichtigkeit; regelmäßiges Nachfüllen bringt Sauerstoff und Verunreinigungen in die Anlage.
  • Entlüftung – prüfen Sie, ob der automatische Entlüfter nicht tropft und ob aus den Kreisen kein Gluckern zu hören ist.
  • Durchflussmesser – vergleichen Sie die Anzeigen mit den Werten im Protokoll. Ein deutlich geringerer Durchfluss in einem Kreis kann auf Luft oder Schmutz hindeuten.
  • Thermometer an den Kugelhähnen – die Differenz zwischen Vor- und Rücklauftemperatur zeigt, wie die Anlage Wärme abgibt. Eine sehr kleine Differenz bei hohem Durchfluss deutet auf eine unnötig hoch eingestellte Pumpe hin.
  • Stellantriebe – prüfen Sie, ob die Kreise bei Wärmeanforderung des Thermostats öffnen und danach wieder schließen.
  • Verbindungen – kontrollieren Sie Verschraubungen und Kugelhähne per Sichtprüfung auf Feuchtigkeitsspuren.

Müssen Sie einen Kreis absperren (zum Beispiel beim Austausch des Bodenbelags), schließen Sie ihn im Vor- und im Rücklauf – die übrigen Räume heizen weiter. Für Arbeiten am gesamten Verteiler schließen Sie die Kugelhähne, die Anlage muss nicht entleert werden.

Alles für die Montage – Kugelhähne, Schränke, Rohr und Verschraubungen – finden Sie auf der Seite Zubehör, einen Vergleich von Messing- und Edelstahlverteilern im Abschnitt Edelstahlverteiler. Zurück zur Übersicht der H.P.W. Verteiler.

helpHäufige Fragen

Fragen zu Montage und Einstellung

Mit welchem Drehmoment werden die Klemmverschraubungen angezogen?
Die Klemmverschraubung ALPEX 16 × 2 ALU-EK (500684) wird mit 25–35 Nm angezogen, die Verschraubung RCS16 mit 30–40 Nm. Schrauben Sie die Mutter zuerst von Hand auf und ziehen Sie sie erst dann mit einem passenden Schlüssel fest.
Darf ich den O-Ring der Verschraubung schmieren?
Nur mit einem Gleitmittel auf Silikonbasis. Gummiteile aus EPDM dürfen keinesfalls mit Mineralölen geschmiert werden – die Dichtung würde beschädigt.
Mit welchem Druck wird die Druckprüfung durchgeführt?
Prüfdruck und Prüfdauer legt die Planung oder der Installationsbetrieb fest. Für den H.P.W. Verteiler gilt: Der max. Prüfdruck beträgt 10 bar, der max. zulässige Betriebsdruck 6 bar. Geräte mit niedrigerem zulässigem Druck trennen Sie während der Prüfung mit den Kugelhähnen ab.
Wie stelle ich die Durchflussmesser ohne Planung ein?
Bestimmen Sie den Durchfluss des längsten Kreises nach der Beziehung Durchfluss [l/min] = Leistung [W] / (69,8 × ΔT [K]) und stellen Sie die übrigen Kreise im Verhältnis ihrer Länge zum längsten ein. Ein Beispiel finden Sie in der Tabelle weiter oben auf dieser Seite. Nach einigen Betriebstagen justieren Sie die Einstellung anhand der tatsächlichen Temperaturen nach.
Warum wird ein Kreis nicht warm?
Meist ist Luft darin – spülen Sie ihn einzeln. Prüfen Sie außerdem, ob Durchflussmesser und Rücklaufventil geöffnet sind, ob der Stellantrieb auf das Thermostat reagiert und ob die Kreisenden nicht vertauscht sind. Erreicht der Kreis selbst voll geöffnet nicht den nötigen Durchfluss, ist er vielleicht zu lang oder die Pumpe ist auf eine zu niedrige Stufe eingestellt.
Darf ich die Fußbodenheizung direkt an den Kessel anschließen?
Nur wenn die Wärmequelle Wasser mit einer für die Fußbodenheizung geeigneten Temperatur liefert (zum Beispiel eine Wärmepumpe oder ein Brennwertkessel mit witterungsgeführter Regelung). Bei einer Hochtemperatur-Wärmequelle gehören zwischen Kessel und Verteiler ein Mischerkreis mit Pumpe und ein Sicherheits-Anlegethermostat.
Welcher Kugelhahn gehört an den Vorlauf und welcher an den Rücklauf?
Der Kugelhahn mit rotem Flügelgriff gehört an den Vorlauf (oberer Balken mit Durchflussmessern), der mit blauem Flügelgriff an den Rücklauf (unterer Balken mit Thermostatventilen). Die Kugelhähne werden immer paarweise montiert.
Welche Pumpe wähle ich für den Mischerkreis?
Für kleinere Anlagen mit kürzeren Kreisen genügt die AVANSA 25/4/130 (Förderhöhe 4 m, max. 48 l/min), für größere Anlagen und längere Kreise die AVANSA 25/6/130 (Förderhöhe 6 m, max. 55 l/min). Beide haben drei Stufen – stellen Sie die niedrigste ein, bei der alle Kreise den erforderlichen Durchfluss erreichen.
Muss der Verteiler von Hand entlüftet werden?
Beim ersten Füllen müssen die Kreise einzeln gespült werden, damit die Luft aus dem langen Rohr im Boden gedrückt wird. Im Betrieb führt der automatische Entlüfter die Luft dann laufend ab. Hat Ihre Einheit einen manuellen Entlüfter, entlüften Sie bei Bedarf, am besten bei stehender Pumpe.
Muss die Montage ein Fachbetrieb ausführen?
Schrank und Verteiler setzen und die Kreise anschließen kann ein geübter Heimwerker. Den Anschluss an eine funktionierende Heizungsanlage, die Einstellung der Wärmequelle und den elektrischen Anschluss von Pumpe und Thermostaten sollten Sie einer Fachkraft überlassen oder zumindest von ihr prüfen lassen. Bei technischen Fragen beraten wir Sie unter +421 917 133 664 (Montag – Freitag, 7:30 – 15:30 Uhr MEZ).
Wie viele Heizkreise kann ein H.P.W.® Verteiler haben?
H.P.W.® Verteiler werden mit 2 bis 12 Heizkreisen gefertigt – Ausstattung und Montageablauf sind bei allen Größen gleich, sie unterscheiden sich nur in der Länge. Die Länge ohne Kugelhähne beträgt bei 2 Heizkreisen 145 mm, jeder weitere Heizkreis fügt 50 mm hinzu. Bei mehrgeschossigen Häusern plant man üblicherweise einen eigenen Verteiler für jedes Geschoss. Die Größen finden Sie in der Übersicht der Messingverteiler.
Wie lang darf ein Heizkreis der Fußbodenheizung sein?
Bei Rohr PEX-AL-PEX 16 × 2 rechnet man orientierend mit einem Heizkreis von bis zu etwa 90 m einschließlich der Zuleitungen zum Verteiler; ein längerer Kreis hat höhere Druckverluste und lässt sich schlechter abgleichen. Die genaue Länge und die Anzahl der Heizkreise bestimmt das Projekt.
Wie viel Wasser befindet sich in einem Heizkreis der Fußbodenheizung?
Das Rohr PEX-AL-PEX 16 × 2 fasst 0,113 Liter Wasser pro Meter, ein Heizkreis mit 100 m Rohr also etwa 11,3 Liter. Danach lässt sich auch die Spüldauer abschätzen – ein langer Kreis muss länger gespült werden, bis aus dem Ablaufschlauch Wasser ohne Blasen kommt. Den Rohrbedarf nach Verlegeabstand finden Sie in der Tabelle auf der Seite Rohr und Verschraubungen.
Kann der H.P.W.® Verteiler auch zum Kühlen oder mit Frostschutzmittel verwendet werden?
Ja. H.P.W.® Verteiler sind für Heiz- und Kühlsysteme bestimmt und arbeiten mit Heizungswasser, Kühlwasser und Wassergemischen mit handelsüblichem Korrosionsschutz-Frostschutzmittel. Bei Zusätzen im Wasser richten Sie sich nach den Hinweisen ihres Herstellers und des Herstellers der Wärmequelle.
Wie sperre ich nur einen Heizkreis ab, zum Beispiel beim Austausch des Bodens?
Schließen Sie den Heizkreis am Vorlauf (Durchflussmesser) und am Rücklauf (Thermostatventil) – die übrigen Räume heizen weiter. Bei einem Eingriff am gesamten Verteiler schließen Sie den roten und den blauen Kugelhahn, die Anlage müssen Sie dabei nicht entleeren. Prüfen Sie vor dem erneuten Öffnen die Einstellung des Durchflussmessers anhand des Protokolls.
Wann darf ich nach dem Einbringen des Estrichs zum ersten Mal heizen?
Erst nach Ablauf der vom Estrichhersteller vorgeschriebenen Zeit, und die Wassertemperatur erhöhen Sie schrittweise. Das genaue Aufheizprogramm – Anfangstemperatur, Tempo der Steigerung und Haltezeit – legt der Hersteller des Estrichs und des Bodenbelags fest. Der Estrich darf nach dem Einbringen nicht sofort überhitzt werden.

Alles für die Montage des H.P.W.® Verteilers an einem Ort

Verteiler, Kugelhähne, Klemmverschraubungen, Rohr PEX-AL-PEX, Schränke sowie Pumpen und Thermostate von AVANSA finden Sie mit aktuellem Preis und aktueller Verfügbarkeit bei ATRIASHOP.DE, Kunden aus Österreich bei ATRIASHOP.AT. Bei Planung und Montage berät Sie unsere Techniker-Hotline +421 917 133 664 (Montag – Freitag, 7:30 – 15:30 Uhr MEZ).

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Zweiröhrenfittings für mehrschichtiges Rohr ALPEX - 16x2 ALU-EKpicture_as_pdfTechnische Datenpicture_as_pdfUser Manualpicture_as_pdfDeklaration
Anschluss-Thermostat AVANSA TH 2Apicture_as_pdfBedienungsanleitung
Avansa 25-4/130 - Umwälzpumpe, Anschlussgewinde 6/4"picture_as_pdfEU Declaration of Conformity
AVANSA 25-6/130 - Umwälzpumpe, Anschlussgewinde 6/4"picture_as_pdfEU Declaration of Conformity
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